Logo Stiftung Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier
Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Wie viel Grabung muss sein?

Die Bandkeramik im Altdorfer Tälchen und die Aussagekraft stichprobenhafter Ausgrabungen (Carsten Mischka)

Der stetig wachsende Kostendruck geht auch an der Archäologie nicht vorbei. Ein Hauptproblem stellen im Rheinland besonders die Siedlungen der Linearbandkeramik (circa 5300-4900 vor Christus) dar. Bei Siedlungsgrößen von teilweise über 10 Hektar ist es zurzeit unmöglich, alle Fundplätze vollständig auszugraben.

Photo der Ausgrabungfläche, im Hintergrund die Sophienhöhe, im Vordergrund schwarzbraune Verfärbung im hellbraunen Boden. Drei Personen, teilweise mit Schaufel, arbeiten auf der Fläche.

„Stichprobenhafte" Ausgrabungen erlauben es, bei den gegebenen finanziellen Ressourcen ein Maximum an wissenschaftlichen Informationen aus den Ausgrabungen zu gewinnen. Sie machen sich die große Einheitlichkeit des bandkeramischen Siedlungswesens im Rheinland zunutze, indem Siedlungsgruppen nicht vollständig, sondern nur in repräsentativen Ausschnitten beprobt werden. Hochrechnungen zeigen, dass auf dem Niveau ganzer Siedlungsgruppen so ca. 30% ausgegrabene Fläche ausreichen, um den Siedlungsablauf fast genau so gut zu rekonstruieren, wie nach einer vollständigen Ausgrabung. Praktisch überprüft wurde dieser Ansatz am Beispiel der Siedlungsgruppe von Inden-Altdorf, wobei sich zeigte, dass der Einsatz geophysikalischer Prospektionen noch eine zusätzliche Reduzierung der Ausgrabungsfläche bei gleich bleibendem Informationsgewinn erlaubt. [...]

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