Logo Stiftung Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier
Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Tag der Archäologie 2020 abgesagt

Vorsichtsmaßnahme soll weitere Verbreitung des neuartigen Corona-Virus verhindern

Die Stiftung zur Förderung der Archäologie und der Landschaftsverband Rheinland bedauern sehr, mitteilen zu müssen, dass der diesjährige Tag der Archäologie abgesagt ist.

Die Entscheidung ist eine Vorsichtsmaßnahme und soll dazu beitragen, eine weitere Verbreitung des neuartigen Corona-Virus zu verhindern.

„Jede abgesagte Veranstaltung ist für unsere Gäste und auch für uns als Veranstalter eine traurige Nachricht. Wir tragen jedoch eine große Verantwortung für das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger, die unsere Angebote wahrnehmen sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst und müssen ihr auch bei unseren Entscheidungen über Veranstaltungsabsagen gerecht werden“, sagt LVR-Direktorin Ulrike Lubek.

Nach einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums sollen die örtlichen Behörden Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zu erwartenden Besucherinnen und Besuchern grundsätzlich absagen.

Bleiben Sie gesund!



Neue Forschungsergebnisse

Das Gräberfeld von Haus Verken und seine Sozialstruktur, Gemeinde Inden

Ellen Igelmund

Wie zuvor Pier, Bonsdorf und Pommenich, musste auch Haus Verken 2015 dem Braunkohlenabbau weichen, weshalb die Universität Bonn zusammen mit dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege hier umfassende archäologische Untersuchungen vornahm, die von der Stiftung zur Förderung der Archäologie im Rheinischen Braunkohlenrevier finanziert wurden. Das Gräberfeld bei Haus Verken bestand aus 50 Gräbern mit 639 Funden, die aus dem Zeitraum von Anfang des 5. Jahrhunderts bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts stammen. Eine Besonderheit stellt das reiche Männergrab 1712 dar. Der Mann besaß eine Feinwaage, Münzen und war bewaffnet. Das Grab wird in die 5. bis 6. Jahrhunderts datiert. Die Feinwaage und die hohe Anzahl an Münzen deuten darauf hin, dass er einer sozial höheren Schicht angehörte und eine spezifische Aufgabe im Bereich des Handels für die Gemeinschaft einnahm.

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Zeichnung einer gleicharmigen Feinwaage.

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Pest!

Die Geschichte der Pest und ihre globalen Auswirkungen

20.09.2019 bis 15.11.2020

LWL-Museum für Archäologie, Herne

Von der Steinzeit über die Spätantike, vom ‚Schwarzen Tod‘ des Mittelalters bis zum jüngsten Ausbruch auf Madagaskar: Die Pest ist eine Seuche, die die Menschheit durch alle Epochen ihrer Geschichte begleitete und zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft führte. Rund um den Globus forderte sie Millionen Opfer, doch ist sie kein Schrecken der Vergangenheit – sie existiert noch heute. Die Sonderausstellung „Pest!“ präsentiert anhand von ca. 300 archäologischen und kulturgeschichtlichen Exponaten etwa aus London, Hongkong, und Marseille, aber auch aus Köln, Münster und Herne die faszinierende Geschichte der Pest und ihre Folgen.

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