Logo Stiftung Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier
Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Tag der Archäologie 2020 abgesagt

Vorsichtsmaßnahme soll weitere Verbreitung des neuartigen Corona-Virus verhindern

Die Stiftung zur Förderung der Archäologie und der Landschaftsverband Rheinland bedauern sehr, mitteilen zu müssen, dass der diesjährige Tag der Archäologie abgesagt ist.

Die Entscheidung ist eine Vorsichtsmaßnahme und soll dazu beitragen, eine weitere Verbreitung des neuartigen Corona-Virus zu verhindern.

„Jede abgesagte Veranstaltung ist für unsere Gäste und auch für uns als Veranstalter eine traurige Nachricht. Wir tragen jedoch eine große Verantwortung für das Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger, die unsere Angebote wahrnehmen sowie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst und müssen ihr auch bei unseren Entscheidungen über Veranstaltungsabsagen gerecht werden“, sagt LVR-Direktorin Ulrike Lubek.

Nach einem Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums sollen die örtlichen Behörden Veranstaltungen mit mehr als 1.000 zu erwartenden Besucherinnen und Besuchern grundsätzlich absagen.

Bleiben Sie gesund!



Neue Forschungsergebnisse

Von Austern und Schweinen – Ernährung und Viehwirtschaft auf dem ritterlichen Sitz von Haus Pesch bei Erkelenz

Nathalie Mayer

Der Abriss des ehemaligen Rittersitzes Haus Pesch bei Erkelenz erbrachte neben anderem Fundgut auch 34883 gut erhaltenen Tierknochen, welche im Rahmen eines Dissertationsprojektes archäozoologisch untersucht wurden. Der größte Anteil der Tierknochen stammt aus den spätmittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Schichten der Burganlage. Die Auswertung der Knochen ergab, dass vor allem die üblichen Haustiere, wie Rind, Schwein, Schaf und Ziege verzehrt wurden. Daneben gab es aber auch exklusivere Speisen, wie zum Beispiel Austern, die sicherlich auf die privilegierte Stellung der Burgherren zurückzuführen sind. Bemerkenswert ist ebenfalls der Nachweis einer intensiven Schweinezucht auf oder im Umfeld der Burg bereits für diesen frühen Zeitraum.

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Das Foto zeigt die während der Grabung von Haus Pesch geborgenen Austernschalen

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Pest!

Die Geschichte der Pest und ihre globalen Auswirkungen

20.09.2019 bis 10.05.2020

LWL-Museum für Archäologie, Herne

Von der Steinzeit über die Spätantike, vom ‚Schwarzen Tod‘ des Mittelalters bis zum jüngsten Ausbruch auf Madagaskar: Die Pest ist eine Seuche, die die Menschheit durch alle Epochen ihrer Geschichte begleitete und zu tiefgreifenden Veränderungen in der Gesellschaft führte. Rund um den Globus forderte sie Millionen Opfer, doch ist sie kein Schrecken der Vergangenheit – sie existiert noch heute. Die Sonderausstellung „Pest!“ präsentiert anhand von ca. 300 archäologischen und kulturgeschichtlichen Exponaten etwa aus London, Hongkong, und Marseille, aber auch aus Köln, Münster und Herne die faszinierende Geschichte der Pest und ihre Folgen.

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