Logo Stiftung Archäologie im rheinischen Braunkohlenrevier
Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Der Abdruck vom Menschen im Boden

(Astrid Röpke)

Kolluvien sind ein Produkt menschlicher Nutzung. Boden wird erodiert und anderenorts wieder abgelagert. Im Elsbachtal sind solche Ablagerungen aus den letzten 2500 Jahren erhalten. Um mehr über die Entstehungsgeschichte der Landschaft und ihrer menschlichen Prägung zu erfahren, wurden Dünnschliffe des Bodens angefertigt. Dazu muss er eingeharzt, zersägt und auf Objekträger aufgeklebt werden. Die Fachrichtung, die sich dieser Methode bedient heißt Mikromorphologie. So ist es möglich, lokale Abdrücke vergangener Wirtschaftsweise zu finden wie Ackerbau, Beweidung oder Brache. Einen Eindruck dieser Welt unter dem Mikroskop sollen Fotos von verschieden alten Kolluvien mit unterschiedlichem Entstehungshintergrund vermitteln. [...]

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Bild eines Dünnschliffs: Angeschnittener Wurmgang mit späterer Kalkauslagerung

Im oberen Bereich des latènezeitlichen Kolluviums treten kalzifierte Tiergänge auf. Sie erscheinen unter kreuzpolarisiertem Licht verschiedenfarbig und sind ein Hinweis auf biologische Aktivität.

Bild eines Dünnschliffs: In der linken Ecke des Fotos befindet sich eine Anhäufung verschiedener Agglomerate: Ein linsenförmiges Ton-Organik-Schluffkrustenfragment,sichelförmig gelblich-leuchtende Toncutan sowie Schluffkörner die mit Eisen verbacken sind (© A. Röpke).

Das Kolluvium aus dem Hochmittelalter ist durch Beackerung entstanden. Zeugnisse davon sind die zerbrochenen Schluff- und Tonkrusten.

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bis 25. August 2019

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