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Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Restaurierung frühmittelalterlicher Grabfunde aus dem Tagebau Weisweiler

(Universität Bonn)

Das Gräberfelder Alt-Inden (WW2004/0061)

Vom 1. Dezember 2013 bis zum 31. Mai 2014 konnten die letzten großen Eisenfunde des Gräberfeldes Alt-Inden (WW 2004/61) restauriert werden. Es handelte sich dabei um diejenigen Objekte, die nicht entsalzt werden konnten, darunter auch einige tauschierte Objekte und Saxe mit Nietresten der Scheiden. Insgesamt sind nun alle 93 größeren Eisenobjekte restauriert worden. Zusätzlich wurden weitere 35 Fundstücke aus Edelmetall (Silber und Gold) und Bronze, aber auch aus Eisen bearbeitet.
Darunter befanden sich wieder sehr spannende Objekte wie ein Sax mit außergewöhnlichen Saxscheidenbeschlägen, der ungewöhnlich aufwendig mit unterschiedlichen Mustern tauschiert ist. Darüber hinaus befanden sich besonders gut erhaltene Textilreste auf diesen Beschlägen. Hinzu kommt eine Silber vergoldete Bügelfibel, bei der zunächst nicht vermutete wurde, dass sie so prunkvoll verziert war. Ebenso eine Vogelfibel, deren Silber durch Bodenreaktion sehr stark abgebaut war; trotzdem konnten während der Restaurierung hier noch Vergoldungsreste sichtbar gemacht werden. [...]

Vollständiger Text zum Download (PDF, 265 KB)

Kontakt: Lisa Meffire,

Foto: ein Abschlussfoto mit Maßstab auf dem ein Schwert aus Eisen mit freigelegten Schnitten wo man die originale Oberfläche erkennen kann. Die anderen Bereiche des Schwertes sind noch mit einer bräunlich-orangenen Korrosionsschicht überzogen. Darunter liegen sieben rechteckige, relativ Schmale Eisenbeschläge der Saxscheide. In den freigelegten Bereichen erkennt man eine aufwendige Silberverzierung (Tauschierung).

Sax mit aufwendig tauschierten Beschlägen.

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Lebenswelten im frühen Mittelalter

bis 25. August 2019

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Die Ausstellung präsentiert ein überraschend vielschichtiges und facettenreiches Bild der spätantiken und frühmittelalterlichen Regionen zwischen Irland und Spanien im Westen und Ägypten und Ungarn im Osten. Trotz aller Unterschiede im Umgang mit dem Erbe der Antike ist diese Epoche von faszinierenden Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Lebenswelten mit ihrer geradezu überbordenden kulturellen Vielfalt geprägt.

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