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Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Der römische Gutshof von Jülich-Bourheim

(Felix Kunze)

Der 1994/1995 ausgegrabene Fundplatz bietet einen Einblick in die rheinländische Besiedlungsgeschichte von der Eingliederung in das römische Weltreich bis zu dessen Zerfall. Einer befestigten späteisenzeitlichen Hofstelle folgte ein Kleingehöft mit einem Grubenhaus, das auf germanische Einflüsse bei der Neubesiedlung des Platzes deutet. Dabei gibt es Hinweise auf eine bewusste Wahl einer aufgelassenen Siedlungsstelle zur Wahl des Wohnortes. In der nächsten Phase wurde etwas versetzt eine sog. Protovilla in reiner Holzbauweise errichtet, die wiederum von mindestens einer zweiten Villenphase abgelöst wurde. Das Haupthaus der Holzbauphase ist ein großer Hallenbau. Das Zentrum der zweiten Villenanlage bildet ein Haupthaus mit Fundamenten aus Bruchstein und Sockelsteinen, was den Wänden eine höhere Lebensdauer als bei reinen Pfostenbauten garantierte. Fundamentreste eines beheizbaren Raumes mit vorgesetzter Heizkammer zeigen einen durchaus gehobenen, wenn auch sicher nicht luxuriösen Lebensstil der Bewohner an. Von diesem zeugen auch die Reste bemalter Wände, die Auswahl der Keramik und Glasfenster. Vier Brandgrabreste, ein Keller und die üblichen Siedlungsbegleiter Gruben und Gräben ergänzen das aufgrund der schlechten Erhaltung nur ausschnitthafte Bild eines kleinen Gutshofes. [...]

Vollständiger Text zum Download (PDF, 2,21 MB)

Kontakt: Felix Kunze M.A.,

Abgebrochener Oberteil einer kleinen Statuette aus weißem Ton. Das auf den ersten Blick an einen Hund oder Fuchs erinnernde Kopf weist zwischen den Ohren einen zungenförmigen Fortsatz auf, der ihn in eine Reihe römisch-ägyptischer Götterstatuetten stellt und eine Deutung als Darstellung des Gottes Anubis erlaubt.

Anubisköpfchen aus weißem Ton. Foto: Felix Kunze

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