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Foto zeigt mehrere Gebäude einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Bandkeramik online

Merkmalskatalog zur Aufnahme verzierter Keramik

Seit 1973 wird das zunächst im Rahmen des Projektes „Siedlungsarchäologie der Aldenhovener Platte (SAP)" von Petar Stehli entwickelte Aufnahme- und Kodierungssystem für Bandkeramik angewendet. Verschiedene Bearbeiter aus dem Rheinland, aus Südwestdeutschland, aus Hessen, Westfalen und Niedersachsen, sowie aus Rheinland-Pfalz und Bayern haben diesen Katalog kontinuierlich ergänzt. Die dadurch mittlerweile recht zerstreut publizierten Typdefinitionen werden hier zusammenfassend vorgestellt.

Ein standardisiertes Aufnahmesystem ist unbedingt notwendig, wenn die großen Mengen an Informationen, die insbesondere durch die Braunkohlenarchäologie kontinuierlich geliefert werden, zusammenhängend ausgewertet werden sollen. Stand anfangs vor allem die zeitliche Gliederung des Materials im Mittelpunkt des Interesses der Keramikbearbeitung, gewinnen in den letzten Jahren zunehmend Fragen nach der Sozialstruktur an Bedeutung. Gerade sie erfordern eine sehr detaillierte Unterscheidung von Typen.

Die Beschreibung der Keramikverzierungen erfolgt in einem modularen System, das die statistische Auswertung der erhobenen Daten ermöglicht. Erhoben werden Merkmale der Bandverzierungen, Randverzierungen, Sekundärmotive, Bandabschlüsse und Bandunterbrechungen der älteren bis jüngsten Bandkeramik. Ein Katalog der Gesamtmotive ist in Vorbereitung. Sämtliche Merkmalsausprägungen sind numerisch kodiert. Die Nummernvergabe erfolgte mit dem Ziel die Konsistenz der Kodierung fortlaufend sicherzustellen und insbesondere die Vergabe doppelter Nummern zu verhindern. Zugleich werden die so erfassten Daten allen Beteiligten zur Verfügung gestellt.

Jeder Bearbeiter, jede Bearbeiterin erhält für neu definierte Typen der Verzierung ein Nummernkontingent. Das System ist offen, das heißt, jeder Bearbeiter kann bei Bedarf zusätzliche Merkmale definieren (z. B. die Form der Stiche), und niemand ist verpflichtet, alle Merkmale aufzunehmen.

Der einheitliche Merkmalskatalog gewährleistet den Datenaustausch zwischen den Bearbeitern altneolithischer Keramik Mitteleuropas.

Wir laden alle Bearbeiterinnen und Bearbeiter von Bandkeramik ein, sich an der Weiterentwicklung des Katalogs zu beteiligen: Wer seine Kodierung in Absprache mit den Kollegen durchführt und seine Daten zur Verfügung stellt, erhält Zugriff auf den gesamten Datenpool.

AG Merkmalskatalog:

  • Tim Kerig
  • Christiane Krahn
  • Ulla Münch
  • Guido Nockemann
  • Hans-Christoph Strien


Alle Mitglieder der AG sind erreichbar über die Kontaktadresse:

zu den Merkmalskatalogen und zur Gebrauchsanleitung

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